Ich bin Oberassistent am Lehrstuhl für vergleichende politische Ökonomie der Universität Zürich und interessiere mich für Fragen der Fiskalpolitik, insbesondere für die "schwarze Null" und für den Einfluss der Fiskalpolitik auf institutionellen Wandel in entwickelten Ökonomien.

Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre in Münster und St. Gallen habe ich an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Deutschland und im Ausland gearbeitet: Als Promotionsstipendiat am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, danach als Max Weber Fellow am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz und zuletzt als John F. Kennedy Memorial Fellow am Center for European Studies der Harvard University. Während meiner Promotion habe ich zudem sieben Monate als Gastwissenschaftler an der Georgetown University und beim Internationalen Währungsfonds in Washington, D.C. verbracht.

In meinem Buch „Die schwarze Null. Über die Schattenseiten ausgeglichener Haushalte“ vergleiche ich die deutschen Haushaltsüberschüsse mit den Erfahrungen anderer Länder mit Überschüssen. Wie das Beispiel dieser Länder zeigt, führt ein Abbau der öffentlichen Verschuldung in der Regel nicht zu einer Wiedergewinnung staatlicher Handlungsfähigkeit, weil der Umgang mit Überschüssen stark von den Weichenstellungen der Konsolidierung geprägt bleibt.

Meine Dissertation über die politische Ökonomie von Haushaltsüberschüssen wurde mit der Otto Hahn Medaille der Max-Planck-Gesellschaft und dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet. Seit 2018 bin ich Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Zu meinen langjährigen Interessen zählt das universitäre Debattieren. In den Jahren 2012 und 2013 war ich Chefjuror der deutschen Debattiermeisterschaft. Zwischen 2013 und 2017 war ich zudem Vizepräsident der Deutschen Debattiergesellschaft.



 © Photo: Körber-Stiftung / David Ausserhofer

 
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